Anleitungen

Alte Fotos mit KI restaurieren

Ein gescanntes Foto aus den Sechzigern, ein WhatsApp-Screenshot vom Porträt des Großvaters, ein winziges Passbild: Jeder Fall verliert andere Information und wird anders restauriert. Hier steht, was die KI wirklich zurückholt, was sie erfindet und wie die Person dabei erkennbar bleibt.

Fang mit der besten Kopie an, die du bekommst

Scanne den Abzug mit 600 dpi, wenn das Foto klein ist (Passbild, 9 × 13 cm), und mit 300 dpi, wenn es größer ist; speichere als TIFF oder PNG, nicht als JPEG. Hast du nur ein Handyfoto vom Abzug, mach es bei diffusem Licht, ohne Blitz und formatfüllend auf das Bild. Vermeide Weiterleitungen über WhatsApp: Jede davon komprimiert erneut.

Was die einzelnen Schritte der Restaurierung machen

  • Schärfe und Reinigung: Ein Superauflösungsmodell (Real-ESRGAN) nimmt Korn, Scanner-Rauschen und Kompression heraus und baut die Texturen von Kleidung, Haaren und Hintergrund wieder auf.
  • Gesichter: Ein eigenes Modell (GFPGAN) rekonstruiert Augen, Mund, Haut und Haare aus dem, was übrig ist. Das ist der Schritt mit der meisten „Erfindung“ – deshalb gibt es bei Airpic einen Regler für die Stärke, der die Rekonstruktion mit dem Original mischt, und seit September 2026 wird der Farbton angeglichen und das Gesicht nahtlos eingefügt.
  • Farbe: DDColor koloriert Schwarz-Weiß-Fotos plausibel (Haut, Himmel, Grün); die genaue Farbe eines Kleides bleibt geraten.
  • Kratzer und Flecken: Die übermalst du mit „Objekte entfernen“ (LaMa), das die Stelle aus der Umgebung auffüllt.

Wenn das Gesicht nicht passt: Referenzfotos

Bei stark beschädigten Vorlagen erzeugt jeder Gesichtsrestaurator ein eher generisches Gesicht. Bei Airpic kannst du ein scharfes Foto derselben Person hinzufügen (bis zu drei, aus beliebiger Zeit): Das Gesicht wird dann anhand ihrer Identität mit FLUX.2 klein neu aufgebaut, es entstehen vier Kandidaten, die Ähnlichkeit zu den Referenzen wird gemessen und du wählst aus. Am besten funktionieren frontale, gut ausgeleuchtete Referenzen; Gesichtsausdruck und Haltung kommen aus dem Foto, das du restaurierst, nicht aus der Referenz.

Schritt für Schritt in Airpic

  1. Lade den Scan oder den Screenshot hoch (JPG, PNG, TIFF, HEIC).
  2. Lass Gesichter verbessern an; ergänze Kolorieren, wenn das Foto schwarz-weiß ist.
  3. Stell die Stärke ein: Bei 100 % siehst du die Rekonstruktion, zwischen 60 und 85 % bleibt mehr vom Original erhalten.
  4. Optional: ein Referenzfoto hinzufügen und den Kandidaten wählen, der der Person am ähnlichsten sieht.
  5. Vergleiche Vorher und Nachher mit dem Regler, sieh dir das Ergebnis bei 100 % an und lade es herunter.

Was du nicht erwarten solltest

Die KI holt nichts zurück, was nicht da ist: In einem Gesicht aus 20 Pixeln steckt nicht genug Information für die genaue Form der Nase, und heraus kommt ein plausibles Gesicht, nicht das echte. Ebenso wenig lässt sich ein stark verwackeltes Foto spurlos entwackeln oder gelöschter Text wieder lesen. Für Dokumente und Text nimm Unscharfes Foto schärfen, bei sehr körnigen Fotos vor dem Restaurieren Bildrauschen entfernen.

FAQ

Kann man ein stark verpixeltes WhatsApp-Foto retten?

Ja, in Grenzen. Schärfe und Farbe werden deutlich besser; das Gesicht wird rekonstruiert, und damit es der Person ähnlich sieht, solltest du ein scharfes Referenzfoto derselben Person hinzufügen.

Verändert die KI-Restaurierung das Gesicht der Person?

Bei stark beschädigten Vorlagen kann sie das. Dafür gibt es den Regler für die Stärke, der die Rekonstruktion mit dem Original mischt, und die Restaurierung mit Referenz, die das Gesicht an einem Foto derselben Person ausrichtet.

Mit wie viel dpi scanne ich ein altes Foto zum Restaurieren?

Mit 600 dpi, wenn es kleiner als 10 × 15 cm ist, und mit 300 dpi, wenn es größer ist, als TIFF oder PNG. Bei Alte Fotos restaurieren nimmt Airpic bis zu 20 Megapixel an.

Was kostet das Restaurieren eines alten Fotos bei Airpic?

Das Ergebnis ansehen ist kostenlos. Der Download verbraucht deinen kostenlosen Download des Monats oder einen Standard-Credit (ab 0,099 €); mit Referenzfoto einen Großformat-Credit (ab 0,49 €).

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