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Produktfotos mit dem Handy

Für Produktfotos, die auf einer Shop-Seite ordentlich aussehen, brauchst du kein Studio und keine teure Kamera. Ein Fenster ohne direkte Sonne, zwei weiße Kartonbögen und ein Handy auf einem festen Stand reichen, wenn du die Belichtung sperrst und jedes Produkt aus derselben Position fotografierst. Der letzte Schritt, der Freisteller, entscheidet dann darüber, ob die Serie wie aus einem Guss wirkt. Und den machst du am Ende, auf dem Originalfoto.

Das Minimal-Set: ein Fenster, zwei Kartons, ein fester Stand

Für saubere Produktfotos brauchst du kein Studio. Du brauchst weiches Licht aus einer Richtung, einen ruhigen Hintergrund und ein Handy, das sich zwischen zwei Bildern nicht bewegt. Alle drei Dinge bekommst du mit Material, das in fast jeder Wohnung liegt: ein Fenster, zwei weiße Kartonbögen (matter Fotokarton in A2 oder A1, kein Glanzpapier) und ein Bücherstapel oder ein kleines Handystativ.

Das Fenster. Such dir ein Fenster, durch das keine direkte Sonne fällt: Nordseite, ein bewölkter Tag oder die Stunden, in denen die Sonne auf der anderen Hausseite steht. Direkte Sonne erzeugt harte Schlagschatten und ausgefressene Lichter, die später kein Werkzeug mehr rettet. Indirektes Tageslicht dagegen ist groß, weich und gleichmäßig, also genau das, was teure Softboxen nachbauen. Stell den Tisch so, dass das Fenster seitlich vom Produkt steht, etwa im 45-Grad-Winkel, nicht dahinter und nicht frontal davor. Von der Seite bekommt das Produkt Volumen: Eine Seite ist heller, die andere etwas dunkler, und man sieht, dass es Tiefe hat.

Der erste Karton: die Hohlkehle. Leg den ersten Bogen auf den Tisch und biege ihn hinten nach oben gegen die Wand oder gegen einen Umzugskarton, ohne ihn zu knicken. Es entsteht eine sanfte Kurve, im Studio heißt das Hohlkehle. Der Sinn: Zwischen Tischfläche und Hintergrund gibt es keine Kante mehr und damit auch keine Linie, die sich später quer durchs Bild zieht. Fixier den Bogen oben mit Klebeband oder zwei Klammern. Das Produkt steht 20 bis 30 Zentimeter vor der Kurve, damit sein Schatten nicht an der Wand klebt.

Der zweite Karton: der Aufheller. Der zweite Bogen kommt aufrecht auf die Seite, die vom Fenster abgewandt ist, so nah ans Produkt, wie es geht, ohne im Bild zu sein. Er wirft einen Teil des Fensterlichts zurück in die Schattenseite. Der Unterschied ist sofort zu sehen: Aus einem fast schwarzen Schatten wird ein weiches Grau, in dem man noch Details erkennt. Willst du mehr Kontrast, rück den Bogen weiter weg oder nimm ihn ganz raus. Alufolie auf dem Karton reflektiert stärker, wirkt aber schnell hart; für die meisten Produkte reicht das reine Weiß.

Das Handy. Freihand gehen zwei Dinge schief: Der Ausschnitt verschiebt sich von Bild zu Bild, und bei wenig Licht verwackelt es. Ein kleines Handystativ ist die einfachste Lösung, ein Bücherstapel mit einem Gummiband tut es auch. Wichtig ist nur, dass das Handy zwischen den Produkten nicht angefasst wird. Löse mit dem Selbstauslöser (2 oder 3 Sekunden) oder über die Lautstärketaste eines Kopfhörers aus, dann berührst du das Gerät beim Auslösen gar nicht.

Kein Blitz. Die LED des Handys sitzt direkt neben der Linse, ist winzig und frontal. Sie erzeugt flache Bilder, einen hellen Fleck auf jeder glänzenden Oberfläche und einen harten Schatten direkt hinter dem Produkt. Stell den Blitz auf „Aus“, nicht auf „Automatisch“. Fehlt dir Licht, geh näher ans Fenster oder fotografier zu einer helleren Tageszeit.

Handy-Einstellungen: Fokus sperren, Weiß nicht ausbrennen

Die Automatik des Handys ist für Schnappschüsse gebaut, nicht für zwanzig gleiche Bilder hintereinander. Sie misst bei jedem Foto neu, und weil dein Set zum großen Teil aus Weiß besteht, versucht sie entweder, dieses Weiß in ein mittleres Grau zu ziehen, oder sie belichtet das Produkt richtig und lässt den Hintergrund ausbrennen. Beides willst du nicht. Drei Handgriffe nehmen der Automatik das Steuer ab.

1. Fokus und Belichtung sperren. Tipp in der Kamera-App auf das Produkt und halte den Finger gedrückt, bis „AE/AF-Sperre“ oder ein Schloss-Symbol erscheint; auf dem iPhone und auf den meisten Android-Geräten funktioniert das gleich. Ab jetzt bleiben Schärfe und Helligkeit fest, egal, ob du das Produkt wechselst oder kurz eine Hand ins Bild kommt. Für eine Serie ist das der wichtigste Schritt: Alle Bilder bekommen dieselbe Belichtung, und der Karton hat auf jedem Foto denselben Weißton.

2. Belichtung leicht absenken. Nach dem Sperren erscheint neben dem Fokusrahmen ein Sonnensymbol oder ein Schieberegler. Zieh ihn ein Stück nach unten, ungefähr eine drittel bis eine halbe Blendenstufe (in Apps, die es anzeigen: −0,3 bis −0,7 EV). Der Grund: Weiß, das in der Datei schon reines Weiß ist, hat keine Zeichnung mehr; alle überbelichteten Stellen werden zu einer Fläche ohne Verlauf. Ein etwas zu dunkles Bild lässt sich später aufhellen, ein ausgefressenes Weiß nicht. Für den Freisteller ist es sogar von Vorteil, wenn sich das Produkt an den hellen Kanten minimal vom Hintergrund absetzt, statt mit ihm zu verschmelzen.

3. Höchste Qualität, HEIC oder JPEG. Prüf in den Kamera-Einstellungen, dass die volle Auflösung aktiv ist und keine Option wie „Speicherplatz sparen“ oder „effizient“ die Bildgröße verkleinert. HEIC als Aufnahmeformat ist völlig in Ordnung: Es speichert bei gleicher Qualität kleinere Dateien als JPEG, und Airpic nimmt HEIC direkt an, du musst vorher nichts umwandeln. Wenn dein Shop-System HEIC nicht annimmt, regelst du das nach dem Freistellen; wie, steht in HEIC in JPG umwandeln. Hat dein Handy einen Pro- oder RAW-Modus, darfst du ihn benutzen, musst aber nicht: Für Bilder im Shop reicht die normale Aufnahme in höchster Qualität, und die Entwicklung der RAW-Dateien entfällt.

Drei Kleinigkeiten, die im Alltag mehr ausmachen, als man denkt: Schalte HDR und alle Verschönerungs- oder KI-Optimierungsfilter aus, denn sie verändern Farben und Kanten von Bild zu Bild unterschiedlich. Nutze die normale Brennweite oder, wenn vorhanden, die Tele-Linse (2× oder 3×), nicht das Ultraweitwinkel, das Kanten verzerrt und Verpackungen am Rand breiter macht. Und wisch die Linse ab. Ein Fettfilm vom Daumen ist der häufigste Grund für flaue, kontrastarme Produktfotos.

Ausschnitt und Wiederholung: eine Serie, ein Look

Ein einzelnes gutes Produktfoto ist leicht. Schwer ist eine Kategorieseite mit dreißig Artikeln, die aussehen, als kämen sie aus derselben Hand. Das gelingt nicht in der Nachbearbeitung, sondern dadurch, dass du beim Fotografieren drei Dinge festlegst und nicht mehr anfasst: Entfernung, Höhe und Ausschnitt.

Entfernung. Markier mit Klebeband auf dem Tisch, wo das Produkt steht, und lass das Stativ stehen, wo es steht. Sind die Artikel unterschiedlich groß, richte dich nach dem größten: Der Abstand wird so gewählt, dass das größte Produkt mit Luft ins Bild passt, und alle kleineren werden aus genau derselben Entfernung fotografiert. Sie wirken dann auf der Übersichtsseite auch kleiner, und das ist richtig so, denn der Kunde sieht die Größenverhältnisse. Nicht heranzoomen: Digitalzoom rechnet nur die Bildmitte hoch und kostet Schärfe.

Höhe. Die Kamerahöhe bestimmt, wie viel von der Oberseite eines Produkts zu sehen ist. Eine Flasche von leicht oben zeigt den Verschluss, eine Flasche auf Augenhöhe wirkt größer und formaler. Beides ist in Ordnung, aber nur eines pro Serie. Ein guter Standard für die meisten Artikel liegt knapp über der Produktmitte, mit der Kamera 10 bis 20 Grad nach unten geneigt. Auch das legst du einmal fest und änderst es dann nicht mehr.

Ausschnitt. Schalte das Gitter in der Kamera-App ein und setz das Produkt bei jedem Bild auf dieselbe Linie, zum Beispiel die Standfläche auf die untere Gitterlinie und die Mitte auf die senkrechte Mittellinie. Und lass Luft: rundherum mindestens ein Viertel der Bildbreite frei. Das fühlt sich beim Fotografieren nach zu viel Abstand an, ist aber Absicht. Der Freisteller braucht ein paar Pixel Rand, damit die Produktkante nicht an der Bildkante klebt; die Marktplätze verlangen, dass das Produkt einen Mindestanteil der Bildfläche ausfüllt (die genaue Zahl steht in der Richtlinie der jeweiligen Plattform), und diesen Zuschnitt machst du besser nachher am Rechner, einmal und für alle gleich, als vorne an der Kamera nach Augenmaß. Ein zu enges Bild kannst du nicht mehr aufziehen; ein Bild mit Luft kannst du immer beschneiden.

Wiederholung. Fotografier jedes Produkt in denselben Ansichten und in derselben Reihenfolge: Front, Seite, Rückseite, Detail. Leg dir die Liste neben den Tisch. Für Textilien und alles, was nicht von selbst steht, hilft ein Stück Knetmasse oder ein Acrylwürfel hinter dem Produkt; Kleinteile wie Schmuck oder Kabel liegen flach auf dem Karton, und die Kamera kommt senkrecht von oben. Mach von jedem Motiv zwei oder drei Auslösungen und wähl später die schärfste, statt jetzt am Display zu zoomen. Und wenn dir mitten in der Serie auffällt, dass die Sonne gewandert ist und das Licht sich geändert hat: lieber aufhören und am nächsten Tag zur gleichen Uhrzeit weitermachen, als zwei Lichtstimmungen zu mischen.

Der Freisteller kommt zum Schluss, und zwar aufs Original

Die Reihenfolge ist nicht egal. Erst fotografieren, dann sichten, dann beschneiden, und ganz zum Schluss den Hintergrund entfernen. Dafür gibt es zwei Gründe.

Warum zum Schluss. Jeder Schritt davor kann ein Bild noch aussortieren: Das Produkt steht schief, ein Fussel liegt auf dem Karton, die Schärfe sitzt auf dem Etikett statt auf der Kante. Es lohnt sich nicht, Bilder freizustellen, die du hinterher wegwirfst. Und der Freisteller ist der einzige Schritt, der aus dem Foto eine Datei mit anderen Eigenschaften macht: Danach gibt es keinen Hintergrund mehr, an dem du Farbe oder Helligkeit beurteilen könntest. Alles, was du am Bild ändern willst, also Belichtung, Weißabgleich, Drehung und Zuschnitt, machst du vorher, auf dem vollständigen Foto.

Warum auf dem Original. Die Datei, die das Handy speichert, hat je nach Gerät 12 bis 50 Megapixel. Die Version, die du dir per Messenger auf den Rechner schickst oder als Screenshot aus der Galerie ziehst, hat oft nur einen Bruchteil davon und ist zusätzlich stark komprimiert. Genau dort entscheidet sich ein Freisteller: an der Kante zwischen Produkt und Hintergrund. Auf einer kleinen, komprimierten Kopie ist diese Kante ein Brei aus Kompressionsartefakten, und das Ergebnis bekommt einen fransigen Rand, egal, wie gut das Werkzeug ist. Auf dem Original ist die Kante sauber, und der Freisteller kann mit der vollen Auflösung arbeiten. Übertrag die Fotos also per Kabel, per Cloud-Ordner in Originalgröße oder über die Funktion „Original senden“ deines Messengers, nie als „Bild“ im Chat.

Das gilt auch, wenn das Bild am Ende klein wird. Das Shop-System rechnet das Hauptbild ohnehin auf seine Anzeigegrößen herunter; aber die Kante, die es dabei verkleinert, sollte auf einer sauberen Datei berechnet worden sein. Freistellen in voller Auflösung und dann verkleinern liefert einen besseren Rand als verkleinern und dann freistellen. Warum die Auflösung beim Freistellen so viel ausmacht, steht ausführlicher in Hintergrund entfernen in voller Auflösung.

Weiß oder transparent? Beim Freistellen entscheidest du, was an die Stelle des Hintergrunds tritt. Zwei Fälle decken fast alles ab:

  • Solides Weiß, als JPG: für das Hauptbild auf Marktplätzen wie Amazon, eBay und Etsy, für Preisvergleiche und für alle Systeme, die Transparenz nicht darstellen oder sie auf Schwarz umrechnen. Ein JPG mit weißem Hintergrund funktioniert überall, ist klein und sieht in jeder Kachel gleich aus. Worauf die Plattformen dabei achten, steht in Produktfotos mit weißem Hintergrund.
  • Transparent, als PNG: für den eigenen Shop, wenn das Produkt auf einer farbigen Fläche, einem Verlauf oder in einem Banner stehen soll, für Kataloge und für alles, was du später noch weiterverwenden willst. Ein transparentes PNG ist die Ausgangsdatei, aus der jede andere Variante entsteht, auch die weiße.

Wenn du unsicher bist: Erzeug das transparente PNG als Master und leg es weg. Ein weißes JPG daraus zu machen dauert Sekunden; ein transparentes PNG aus einem weißen JPG zurückzugewinnen heißt, den Freisteller noch einmal zu machen. Und für die Bilder 2 bis 7 einer Produktseite, also Detail, Anwendung und Verpackung, darfst du in der Regel den echten Hintergrund behalten. Freigestellt wird das Hauptbild, nicht die ganze Serie.

Schritt für Schritt in Airpic: Hintergrund entfernen und hochladen

Der eigentliche Freisteller ist der kürzeste Teil der Arbeit. Du brauchst kein Konto und installierst nichts; die Vorschau ist kostenlos, und du siehst das Ergebnis, bevor du irgendetwas herunterlädst.

  1. Öffne Hintergrund entfernen und zieh das Originalfoto in das Feld: HEIC, JPG, PNG, WebP, TIFF oder AVIF, so wie es vom Handy kommt. Die EXIF-Ausrichtung wird übernommen, ein hochkant fotografiertes Produkt bleibt also hochkant, und das Farbprofil bleibt erhalten.
  2. Wähl den Hintergrund. Transparent für das PNG-Master, Weiß für das Marktplatzbild, Schwarz oder ein Hex-Farbwert (zum Beispiel deine Markenfarbe) für Banner und Anzeigen. Dasselbe Foto kannst du mehrmals mit verschiedenen Hintergründen durchlaufen lassen.
  3. Verarbeiten und die Vorschau prüfen. Die Kanten werden in der vollen Auflösung des Originals berechnet, auch bei Haaren, Fransen, Borsten oder durchsichtigen Teilen, und ohne hellen Saum um das Produkt. Schau dir im Vergleich vor allem drei Stellen an: Henkel und Ösen (Öffnungen, durch die vorher der Karton zu sehen war), die Standfläche (der Schatten soll weg sein, das Produkt aber nicht schweben) und glänzende Kanten, in denen sich das Weiß des Kartons gespiegelt hat. Eine ausführliche Anleitung mit allen Optionen findest du unter Hintergrund aus einem Bild entfernen.
  4. Herunterladen. Für Transparent bekommst du ein PNG mit Alphakanal, für Weiß oder eine Farbe kannst du JPG wählen. Die erste vollständige Datei im Monat ist kostenlos; danach gibt es Guthaben, das nicht verfällt. Die Einzelheiten stehen auf der Werkzeugseite. Die Datei wird eine Stunde nach dem Download gelöscht, spätestens nach einem Tag, und nie zum Trainieren benutzt; die Rechner stehen in der EU.
  5. Zuschneiden und, wenn nötig, verkleinern. Beschneide jetzt auf das Seitenverhältnis deines Shops (meist quadratisch oder 4:5) und richte alle Produkte am selben Maß aus; mit sauberem Rand geht das in jedem Bildprogramm in zwei Klicks. Hat die Plattform ein Dateilimit, schick das Bild durch Bild komprimieren: Dort gibst du eine Zielgröße in KB und eine maximale Kantenlänge an, und das ist komplett kostenlos, auch der Download.

Was du in den Shop lädst. Für das Hauptbild auf einem Marktplatz: JPG, weißer Hintergrund, sRGB, die längste Kante so groß, wie die Plattform sie maximal annimmt; mehr Pixel geben dem Kunden die Zoomfunktion, weniger nicht. Für den eigenen Shop mit farbigem Layout: PNG mit Transparenz, wenn das Theme Transparenz sauber darstellt, sonst ein JPG mit exakt der Hintergrundfarbe des Themes als Hex-Wert. Für Anzeigen in sozialen Netzwerken: das transparente Master auf die Anzeigenfläche gelegt und als JPG oder PNG exportiert, je nachdem, was das Anzeigensystem verlangt. Benenn die Dateien nach Artikelnummer und Ansicht (artikel-1234-front.jpg), dann findest du beim nächsten Upload alles wieder.

Ist ein Produkt nach dem Zuschnitt zu klein für die Vorgaben der Plattform, weil du aus großer Entfernung fotografiert hast und viel Rand weggefallen ist, hilft Bild vergrößern auf ×2 oder ×4, bevor du hochlädst. Und wenn du einmal nicht sicher bist, ob der Rand sauber ist: Leg das freigestellte PNG probeweise auf eine knallige Farbe. Ein Saum, der auf Weiß unsichtbar war, zeigt sich dort sofort.

FAQ

Brauche ich ein Ringlicht oder eine Softbox für Produktfotos?

Nein. Ein Fenster ohne direkte Sonne ist eine größere und weichere Lichtquelle als jede Softbox, die du dir für zu Hause kaufen würdest. Ein Ringlicht ist für Gesichter gedacht; auf Produkten erzeugt es einen kreisförmigen Reflex auf jeder glänzenden Fläche. Kunstlicht lohnt sich erst, wenn du regelmäßig abends oder in einem Raum ohne Fenster fotografierst. Dann nimm eine einzige große, weiche Lampe seitlich und stell wieder den weißen Karton als Aufheller gegenüber.

Welcher Hintergrund eignet sich für Produktfotos zu Hause?

Matter weißer Fotokarton, hinten zur Hohlkehle gebogen, damit keine Kante zwischen Tisch und Wand entsteht. Wenn du das Hauptbild sowieso freistellst, ist die Farbe zweitrangig; wichtig ist, dass sie sich vom Produkt unterscheidet: weiße Produkte auf hellgrauem Karton, dunkle auf weißem. Glänzende Folien, Stoffe mit Struktur und bedruckte Untergründe spiegeln sich im Produkt und machen den Freisteller schwieriger.

Reicht die Handykamera für Produktfotos im Onlineshop?

Für Marktplätze und den eigenen Shop ja, bei praktisch jedem Mittelklasse- oder Oberklassegerät der letzten Jahre. Die Auflösung liegt weit über dem, was Shops anzeigen. Der Unterschied zu einer Systemkamera zeigt sich bei sehr kleinen Produkten im Makrobereich, in sehr dunklen Räumen und bei Freistellern für den Druck. Für Produktseiten im Web entscheiden nicht die Kamera, sondern Licht, Stabilität und ein Set, das du jedes Mal gleich aufbaust.

Produktfotos als JPG oder PNG hochladen?

Fürs Hauptbild auf Marktplätzen ein JPG mit weißem Hintergrund; PNG mit Transparenz für den eigenen Shop, für Banner und für alles, was auf farbigem Grund stehen soll. Heb das transparente PNG als Master auf und erzeug daraus die JPGs. HEIC direkt vom Handy nehmen die meisten Shop-Systeme nicht an, Airpic dagegen schon: Du wandelst also nicht vorher um, sondern lädst das HEIC-Original hoch und bekommst PNG oder JPG zurück.

Stell dein Produkt frei: transparent oder weiß

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